Alltagsglück, Glücksmomente, Kröte, mutterliebe, Normaler Wahnsinn, Schönes

Kröten-Update #2

Wir hatten eine ereignisreiche Woche. Ich wollte euch eigentlich gleich sofort von Krötes Schnuppertag berichten. Einige erinnern sich vielleicht noch daran, wie aufgeregt und auch unsicher ich bei der Anmeldung war. Alle anderen können hier nochmal nachlesen, wenn sie mögen.
Vor ein paar Wochen gab es bereits einen Elternabend für die „neuen“ Eltern. Fast alle Kinder starten neu in der Gruppe. Nur ein Kind ist schon jetzt da. Ein paar Eltern kenne ich bereits und die 3 Erzieherinnen sind mir auch bekannt. Eine von ihnen hat schon die Eltern-Kind-Gruppe geleitet und sagt gleich vorab, dass sie sich auf Kröte freut und ihre Tochter noch hin und wieder von ihm schwärmt „Er ist so süß!“ (sie war mal an einem Tag mit im Kurs dabei). Noch eine auf der „Um-den-Finger-gewickelt-Liste“ *hihi
Am Ende des Elternabends bin ich dann doch noch zu den Dreien und habe kurz erklärt, dass Kröte zwar Down Syndrom hat, aber als Regelkind angemeldet und behandelt werden soll. Alle zeigten sich völlig unbeeindruckt davon, ein Kind mit Extra Dings in ihrer Gruppe zu haben. Natürlich kamen 1-2 Fragen, die ich gerne beantwortet habe. Ein paar Dinge habe ich noch erzählt, dann war das Gespräch auch schon wieder vorbei und ich ging mit einem guten Gefühl und auch etwas erleichtert nach Hause.

Anfang der Woche war nun endlich die Zeit für den Schnuppertag gekommen. Ich war sehr gespannt, wie Kröte das dort finden würde. Schließlich wird mein Baby da ab September dann allein hingehen. Unglaublich das er dann schon 2 sein wird!
Wir waren zur verabredeten Zeit pünktlich da. Ich hab Kröte vorgestellt, er hat sein strahlendstes Lächeln gezeigt und dann stellte ich ihn mittig im Raum hin. Dort stand er dann auch noch minutenlang. Beobachtete die anderen Kinder, schaute sich im Raum um. Wie er so interessiert und leicht schwankend da stand – hach, mein Herz! Irgendwann hatte er genug gesehen und stürzte sich ins Getümmel. Ich war sehr froh und auch sehr stolz wie er sich dort so komplikationslos eingefügt hat. Es dauerte nicht lang, da hatte er gleich eins der Kinder für sich gewonnen. Zusammen bauten sie ein paar Bausteine zusammen und später gab es dann noch eine exclusive Führung für Kröte. Schade, dass dieses Kind keines ist, das im nächsten Kurs dabei ist.
Das gemeinsame Frühstück klappte auch gut, nur das Trinken aus dem Becher müssen wir bis zum Spielkreis-Start noch üben. Da er den Becher immer direkt kippt (so wie seine Trinkflasche) erinnert es gerade eher an die Ice-Bucket-Challenge.
Ich bin also sehr positiv gestimmt und freue mich sogar schon auf die Eingewöhnung. Ich bin sicher, er wird dort Spaß haben und viel lernen. Außerdem soll der Spielkreis sowas wie ein Testlauf für den Kindergarten werden.

Wir hatten noch einen Termin auf den ich sehr gespannt war: Wir waren zum ersten Mal in einem sozialpädiatrischen Zentrum. Einfach, weil ich wissen wollte wie Profis Kröte einschätzen. Ich bin ja sowieso heillos in ihn verknallt und finde alles an ihm toll und auch sonst sind seine Therapeuten ja durchweg voll des Lobes und betonen, wie gut er in seiner Entwicklung ist. Nicht dass ich ihnen nicht glauben würde. Dennoch wollte ich gerne von Ärzten die auf Diagnostik und Behandlung von Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen bei Kindern und Jugendlichen und die Beratung der Eltern spezialisiert sind wissen, was sie über mein Kind denken und was sie mir raten.

Diese Klinik machte einen tollen Eindruck, modern, gepflegt und durchweg nette und aufmerksame Mitarbeiter. Die Wartezeit dort war schon fast zu kurz, denn in dem großen Warteraum steht ein Auto! Ein echtes Auto! Und Kröte war Feuer und Flamme. Er turnte sofort darauf und darin rum, setzte sich hinters Lenkrad und drehte es was das Zeug hielt. Etwas unzufrieden war er über die große Entfernung zwischen seinem Fuß und dem Pedal.
Als wir dann also recht schnell aufgerufen wurden folgten wir der Ärztin einen Gang entlang. Auf die Frage ob Kröte schon laufen konnte stellte ich ihn bejahend auf den Boden. Sie ging noch ein paar Schritte weiter, hockte sich hin und lockte Kröte zu sich. Der beobachtete sie und hockte sich dann ebenfalls hin und legte grinsend den Kopf schief. Als sie wieder aufstand tat er es auch und lief dann auf sie zu. Der Frechdachs. Er schäkerte noch eine Weile mit ihr herum um dann bei erster Gelegenheit das Spielzeugregal im Sprechzimmer in einem Satz beinahe komplett auszuräumen. Wie zu Hause halt.
Zusammengefasst war dieser Termin wirklich schön. Sehr entspannt, da sich die Ärzte Zeit nehmen. Wir waren über eine Stunde dort im Gespräch und haben dann noch einen spontanen Hörtest dazu bekommen.
Kröte zeige nur eine leichte Ausprägung des Down Syndroms und ist aufgeschlossen und freundlich. Der Hörtest ergab eine Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr, einen sogenannten Paukenerguss. Ich hoffe, das ist einfach nur ein Überbleibsel des letzten Infekts. Alle Details und Empfehlungen für weitere Therapien bekommen wir in den nächsten Tagen als Bericht zugeschickt.

Rennfahrerkröte

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